Die Zukunft gestalten
windpark Leobendorf-Harmannsdorf 

Das Projekt 

Wir, die ImWind prüfen in den Gemeinden Leobendorf und Harmannsdorf die Entwicklung eines Windparks mit voraussichtlich 10 Windkraftanlagen.

Ziel des Projekts ist es, einen langfristigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung und zur Versorgungssicherheit der Zukunft zu leisten. Die beiden Gemeinden weisen gemeinsam einen jährlichen Energiebedarf von rund 300 Millionen Kilowattstunden auf. Der geplante Windpark könnte rechnerisch etwa 57 % dieses Bedarfs abdecken. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Elektrifizierung von Mobilität, Wärmeversorgung, Gewerbe und Industrie wird der Bedarf an regional erzeugtem erneuerbarem Strom weiter steigen.

Wer sind wir?

ImWind ist ein Pionier der Windkraft und zählt zu den größten Erzeugern erneuerbarer Energie in Österreich. Seit über 30 Jahren entwickeln, bauen und betreiben wir Wind- und Photovoltaikparks im In- und Ausland und versorgen heute hunderttausende Haushalte mit sauberem Strom.

Unser Team von rund 100 Expertinnen und Experten begleitet Projekte ganzheitlich – von der ersten Idee bis zum Betrieb – und steht für Offenheit, Integrität und langjährige Partnerschaften. Seit November 2025 ist ImWind Teil der Wien Energie.

 

Kommunikation ist uns wichtig!

Bei der Planung unserer Windparks legen wir von Beginn an großen Wert auf eine transparente Kommunikation und einen Austausch mit den Gemeinden und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. 

Um diesem Anliegen gerecht zu werden, haben wir für die Bürgerinnen und Bürger von Leobendorf und Harmannsdorf und allen anderen Interessierten diese Projektwebseite erstellt.

Der offizielle Startschuss für diesen Dialog ist bereits gefallen: Am 22. Juni 2026 fanden in der Mittelschule Harmannsdorf sowie im Veranstaltungszentrum Grunerhof unsere Informationsveranstaltungen statt. Wir haben uns sehr über das große Interesse und die zahlreichen wertvollen Gespräche mit Ihnen vor Ort gefreut.

Da uns der kontinuierliche Austausch wichtig ist, geht es hier nahtlos weiter. Diese Projektwebseite dient ab jetzt als Ihre zentrale Informationsplattform. Hier halten wir Sie über alle weiteren Schritte, aktuelle Entwicklungen und Details zum Projekt auf dem Laufenden.

Aktueller Status

Das Projekt befindet sich gegenwärtig in einer äußerst frühen Phase der Entwicklung. Windkraftprojekte benötigen von der Idee bis zur Realisierung in der Regel mehrere Jahre.

Der betrachtete Untersuchungsraum befindet sich aktuell außerhalb einer ausgewiesenen Windkraftzone und ist ist somit nicht gewidmet.

Aufgrund der sehr guten Windverhältnisse, der Nähe zur bestehenden Netzinfrastruktur sowie der guten infrastrukturellen Erschließbarkeit weist der Standort jedoch wesentliche Merkmale auf, die im Rahmen zukünftiger Überarbeitungen der Windkraftzonierung als fachliches Potenzial berücksichtigt werden könnten. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung der raumordnungsrechtlichen Mindestabstände sowie weiterer Kriterien des Natur-, Landschafts- und Immissionsschutzes.

Im Zuge einer fachlichen Prüfung sind insbesondere die in Niederösterreich maßgeblichen Mindestabstände einzuhalten: 

1.200 m zu gewidmetem Wohnbauland und Bauland-Sondergebieten mit erhöhtem Schutzanspruch.

750 m zu landwirtschaftlichen Wohngebäuden bzw. erhaltenswerten Gebäuden im Grünland sowie zu Grünland-Kleingärten und Campingplätzen. 

Zusätzlich sind Naturschutz, ökologische Wertigkeit, Landschaftsbild, Flugsicherheit, militärische Bereiche sowie Richtfunk- und Radarflächen zu berücksichtigen.

Um Ihnen besser zu vermitteln, wo wir uns im Projekt aktuell befinden, haben wir diese Grafik für Sie aufbereitet.

Wissenswertes zum projekt

 10 Windkraftanlagen

Der neuesten Generation sorgen für effiziente Stromerzeugung


 

72

Megawatt (MW)
Nennleistung

49.000

Durchschnittliche Haushalte können so jährlich versorgt werden

93.300 Tonnen

CO2 Einsparung pro Jahr, entspricht dem CO2 Ausstoß von rd. 38.200 PKWs

25 %

der Nennleistung des Donaukraftwerks Greifenstein bringt der geplante Windpark

20 Fachgebiete

werden geprüft, bevor der Windpark in Betrieb gehen kann

Warum brauchen wir es? 

Vor dem Hintergrund der niederösterreichischen Ausbauziele gewinnt die Prüfung solcher Potenzialflächen zunehmend an Bedeutung. Niederösterreich hat seine Windkraftziele weiter angehoben: Bis 2030 sollen rund 8.000 GWh Windstrom erzeugt werden, bis 2035 wird ein Ausbau auf 12.000 GWh angestrebt. Damit rücken auch Flächen in den Fokus, die derzeit noch nicht zoniert sind, aber bei Einhaltung der raumordnungsrechtlichen, ökologischen und technischen Kriterien einen Beitrag zur regionalen Energiewende leisten könnten. 

Ein beschleunigter Ausbau ist auch wirtschaftlich und strategisch notwendig: Derzeit fließen monatlich rund eine Milliarde Euro in ausländische Energieimporte – eine Abhängigkeit, die bis 2040 vollständig beendet werden soll (Quelle: Energie in Österreich Zahlen Daten Fakten - 2025 BMWET / Seite 38)​. Die Windkraft spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da sie vor allem in den kälteren Monaten Höchstleistungen erzielt und somit die kritische Versorgungslücke im Winter schließt. 

Eine mögliche Weiterentwicklung erfolgt daher als sachlich begründete Untersuchung eines Standortes mit erkennbarem Zukunftspotenzial. 

Welche Chancen bringt bringt der Windpark?

 

Der Bau und Betrieb des Windparks bringen zahlreiche Vorteile für die Region mit sich. Bereits während der Errichtung profitieren lokale und regionale Betriebe – etwa Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Transportfirmen – durch Aufträge und Wertschöpfung vor Ort.

Wertschöpfung, die zu 100 % in der Region bleibt: Durch regelmäßige Pachtzahlungen und eine Infrastrukturabgabe fließen jährlich verlässliche Einnahmen in das Gemeindebudget. Bei der Umsetzung von zehn Windkraftanlagen belaufen sich diese gesamthaft auf mindestens 500.000 Euro pro Jahr. Diese Zahlungen können für Projekte eingesetzt werden, welche den Bürgerinnen und Bürger zugute kommen – etwa für die Verbesserung der Infrastruktur, die Förderung von Vereinen oder Investitionen in nachhaltige Gemeindeentwicklung.

Stabile Strompreise: Alle Privathaushalte sowie Klein- und Mittelunternehmen können direkt von stabilen Stromtarifen profitieren. Es besteht die Möglichkeit, sich für 20 Jahre einen stabilen Stromtarif zu sichern.

Wie funktioniert das? Der vergünstigte Regionaltarif gilt immer genau dann, wenn sich das Windrad dreht und sauberer Strom produziert wird. So profitieren Sie direkt und spürbar, wann immer regionaler Windstrom fließt. Das schafft langfristige Planbarkeit und bringt echte finanzielle Vorteile für die Menschen vor Ort.

Geprüfte Visualisierungen

Für alle, die sich ein Bild von den geplanten Windanlagen machen möchten, bieten wir fachlich geprüfte Visualisierungen. So können Sie sich ein genaues Bild davon machen, wie die Windräder in die Landschaft integriert werden. 

Die Visualisierungen werden mit einer von den Behörden und zuständigen Sachverständigen zur Prüfung der Umweltverträglichkeit anerkannten Software (WindPRO) erstellt. Die zugrunde liegende Methodik umfasst unter anderem die Geo­referenzierung, die Berück­sichtigung von Höhenmodellen und Sichtachsen sowie die fotorealistische Integration der geplanten Anlagen in das Landschaftsbild. Darüber hinaus fließen atmosphärische Bedingungen, Beleuchtungs­szenarien und perspektivische Verzerrungen in die Berechnungen ein, um eine realitätsnahe Darstellung zu ermöglichen. 

Die Visualisierungen sind gegenwärtig noch in Arbeit und werden in kürze hier veröffentlicht.

Blickpunkte

Häufig gestellte fragen

Beeinträchtigen Windräder die Gesundheit der Anwohner?

Nein. Windkraftanlagen erzeugen Schall, doch die gesetzlichen Grenzwerte stellen sicher, dass er für Anwohner unbedenklich ist.

Hörbarer Schall
Die Geräuschentwicklung moderner Windräder ist durch strenge Lärmschutzvorschriften begrenzt. Die WHO empfiehlt einen Schallpegel von 40 Dezibel (dB) bei Wohngebäuden in der Nacht nicht zu überschreiten – vergleichbar mit einem Flüstern oder einer ruhigen Wohnstraße.

Infraschall
Infraschall ist Schall mit einer Frequenz unterhalb des menschlichen Hörbereichs. Er kommt in der Natur häufig vor, etwa durch Wind oder Meereswellen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der von Windrädern erzeugte Infraschall in den üblichen Abständen zu Wohngebieten weit unter der Wahrnehmungsschwelle liegt.

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Windkraftanlagen negative gesundheitliche Auswirkungen haben, wenn die gesetzlich festgelegten Abstände zu Wohngebieten eingehalten werden.

Schadet der Windpark der Tierwelt, insbesondere Vögeln und Fledermäusen?

Der Schutz von Wildtieren ist ein essenzieller Bestandteil der Planungs- und Genehmigungsverfahren. Für jeden Windpark werden umfangreiche Artenschutzgutachten erstellt, um mögliche Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse zu bewerten und entsprechende Schutzmaßnahmen zu setzen.

Vogelschutz
Bestimmte Vogelarten, insbesondere Greifvögel, werden besonders berücksichtigt. Falls eine Gefahr für die Populationen besteht, werden Schutzmaßnahmen vorgesehen.

Fledermausschutz
Fledermäuse fliegen vor allem in der Dämmerung. Daher werden Windräder bei bestimmten Wetterbedingungen oder in bestimmten Zeitfenstern automatisch abgeschaltet, um Kollisionen zu vermeiden. Diese Maßnahmen haben nachweislich dazu beigetragen, das Risiko für Fledermäuse erheblich zu reduzieren.

Laut Studien sind Straßen, Katzen, Stromleitungen und Glasfassaden für Vögel eine deutlich größere Gefahr als Windräder, wenn entsprechende Schutzmaßnahmen beachtet werden.

FÜHREN WINDKRAFTANLAGEN ZUR AUSTROCKNUNG DES BODENS?

Nein. Die Behauptung, dass Windräder einen großflächigen „Föhn-Effekt“ oder Dürren verursachen, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Windkraftanlagen können lokal, vor allem nachts, Luftschichten durchmischen und bodennahe Temperaturen leicht verändern – dies ist jedoch kein meteorologischer Föhn und führt zu keiner dauerhaften Erwärmung landwirtschaftlicher Flächen. 

Was sagt die Wissenschaft?

Häufig zitierte Extrem-Szenarien (wie die Studie von Miller & Keith, 2018) basieren auf theoretischen Modellen, bei denen rechnerisch ein Drittel der gesamten USA mit hunderttausenden Windrädern bebaut wurde. Solche Hochrechnungen lassen sich nicht auf einzelne, reale Windparks übertragen.

Blinken Windräder die ganze Nacht? – Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung

Windkraftanlagen müssen aus Sicherheitsgründen mit roten Blinklichtern ausgestattet sein, um die Luftfahrt (z. B. Flugzeuge und Hubschrauber) auf Hindernisse aufmerksam zu machen. 

Was ist bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK)?
Die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) ist eine moderne Technologie, die die Lichter nur dann aktiviert, wenn sich tatsächlich ein Luftfahrzeug in der Nähe befindet. Dadurch:

  • reduziert sich die Leuchtdauer um bis zu 98 %,
  • bleibt der Windpark nachts fast unsichtbar,
  • wird die Akzeptanz der Anlagen in der Bevölkerung erhöht.

Wie funktioniert das?
Die Austro Control erkennt ein nahendes Flugobjekt und schaltet die Beleuchtung ein. Sobald das Flugobjekt den Flugraum verlassen hat, wird die die Beleuchtung abgeschaltet. 

Ist BNK in Österreich vorgeschrieben?
Ja, mit der Kundmachung der technischen Festlegungen nach § 123a LFG Anfang Oktober 2025 sind die Vorgaben nun fixiert. Damit kann die BNK bei allen Anlagen umgesetzt werden – das heißt: Blinken nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

Fazit: Dank der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung leuchten Windräder nur noch dann, wenn es wirklich notwendig ist. Das verbessert die Nachtruhe in der Umgebung und erhöht die Akzeptanz von Windparks.

Entstehen durch Windräder Mikroplastik-Emissionen?

Ein häufiger Vorwurf gegenüber Windkraftanlagen ist, dass durch den Abrieb der Rotorblätter Mikroplastik freigesetzt wird. Rotorblätter bestehen aus faserverstärktem Kunststoff (meist Glas- oder Kohlefaserverbundstoffe), um eine hohe Stabilität bei geringem Gewicht zu gewährleisten.

Wie viel Materialabrieb entsteht wirklich?
Studien zeigen, dass der Materialverlust an den Rotorblättern durch Erosion, z. B. durch Regen oder Hagel, im Vergleich zu anderen Quellen von Mikroplastik äußerst gering ist.

  • Der Deutsche Bundestag hat 2020 eine Worst-Case Abschätzung für alle Windkraftanlagen (rd. 31.000) in Deutschland durchgeführt und kam auf einen maximalen Abrieb von 1.395 Tonnen pro Jahr. Der tatsächliche Wert liegt aber sehr wahrscheinlich deutlich niedriger – bei wenigen 100 Gramm pro Anlage pro Jahr. Eine Untersuchung in Norwegen ergab einen jährlichen Abrieb von ca. 200 Gramm Mikroplastik pro Jahr pro Windrad bzw. einen Abrieb von 2 kg über 10 Jahre.
  • Zum Vergleich: Der Abrieb von Schuhsohlen liegt bei rund 8.720 Tonnen pro Jahr und jener von Autoreifen sogar bei 98.280 Tonnen!

Gibt es Gegenmaßnahmen?
Ja, Hersteller arbeiten kontinuierlich an neuen Beschichtungen und Materialien, um den Abrieb weiter zu minimieren. Zudem werden Rotorblätter regelmäßig gewartet und bei Bedarf repariert, um größere Materialverluste zu verhindern.

DROHEN IMMOBILIEN-WERTVERLUSTE ODER EINE „KALTE ENTEIGNUNG“?

Nein. Die Befürchtung eines pauschalen Marktwertverlustes von Wohnhäusern in Sichtweite von Windkraftanlagen ist durch belastbare Daten nicht gedeckt.

Die Faktenlage in Österreich:

Eine umfassende Langzeituntersuchung der TU Wien (Feilmayr et al., 2018) analysierte die tatsächlichen Grundstückspreise in österreichischen Windkraftgemeinden über einen Zeitraum von fast 20 Jahren (1999 bis 2017).

Das Ergebnis zeigt eindeutig: Ein allgemeiner negativer Zusammenhang zwischen der Nähe zu Windrädern und den Immobilien- oder Grundstückspreisen existiert nicht.

Für die tatsächliche Preisbildung auf dem Markt sind nach wie vor die klassischen Faktoren entscheidend: Die allgemeine Lage, die Nähe zu Ballungsräumen, die regionale Nachfrage sowie der Erhaltungszustand des Objekts.

SCHADET DER WINDPARK DEM LOKALEN TOURISMUS UND DER GASTRONOMIE?

Nein. Die touristische Entwicklung in Österreichs Windkraftregionen zeigt ein durchwegs positives Bild. Der Ausbau der Windenergie hat nachweislich keine negativen Auswirkungen auf die regionalen Besucher- und Nächtigungszahlen.

Beispiele aus der Praxis:

Das Burgenland und Niederösterreich – die beiden Bundesländer mit dem höchsten Anteil an Windkraft – verzeichnen seit Jahren einen starken und kontinuierlichen Zuwachs bei den touristischen Nächtigungen.

Windkraftanlagen werden zunehmend aktiv in moderne Tourismuskonzepte integriert. Ein erfolgreiches Beispiel ist der über 50 km lange „Windradweg B29“ am Neusiedlersee, der direkt durch mehrere Windparks führt. Auch im Weinviertel wirbt der Tourismus erfolgreich mit Routen wie der „Weintour mit Energie“, bei der Radwege harmonisch vorbei an Weingärten und modernen Windkraftanlagen führen. Windenergienutzung, Kultur- und Naturerlebnisse ergänzen und fördern einander erfolgreich.

Kann es bei Windrädern zu Eisabfall kommen?

Ein seltenes, aber mögliches Ereignis bei Windkraftanlagen ist der Eisabfall von den Rotorblättern. Dieses tritt auf, wenn sich bei sehr niedrigen Temperaturen Eis auf den Rotorblättern bildet. Das Eis kann sich dann bei steigenden Temperaturen oder durch die Bewegung der Rotoren lösen und zu Boden fallen. Solche Vorkommnisse sind in der Regel nur bei sehr kalten Winterbedingungen oder starker Frostbildung zu beobachten.

Eisabfall ist kein Phänomen der Windkraft, sondern kommt alltäglich in unserem Lebensumfeld vor (zB. hohe Gebäude, hohe Bäume, Handymasten, usw.). 

Wie wird Eisabfall verhindert?
Moderne Windkraftanlagen sind mit Technologien ausgestattet, die das Risiko von Eisabfall minimieren:

  • Heizsysteme in den Rotorblättern verhindern das Anhaften von Eis.
  • Drehzahlregelungen sorgen dafür, dass die Rotorblätter nicht bei extrem niedrigen Temperaturen mit hoher Geschwindigkeit drehen, was den Eisaufbau begünstigen könnte.
  • Wetterüberwachungssysteme erkennen Frostbedingungen und steuern die Anlagen entsprechend, sodass das Risiko von Eisbildung minimiert wird.

Gibt es Sicherheitsvorkehrungen?
Falls trotz dieser Maßnahmen Eis auf den Rotorblättern entsteht, gibt es Sicherheitsvorkehrungen, die den Eisabfall verhindern:

  • Automatische Abschaltung der Windkraftanlagen bei extremen Wetterbedingungen. Der Betrieb wird gestoppt, bevor Eis abgeworfen werden kann.
  • Sicherheitszonen um die Windkraftanlagen verhindern, dass sich Menschen oder Fahrzeuge in gefährdete Bereiche bewegen.

Fazit:
Obwohl Eisabfall theoretisch ein Risiko darstellt, kommt es in der Praxis nur selten vor. Dank moderner Technologien und präventiver Sicherheitsmaßnahmen wird das Risiko auf ein Minimum reduziert. Regelmäßige Wartung und eine frühzeitige Wetterüberwachung stellen sicher, dass Windkraftanlagen sicher betrieben werden.

Was passiert mit den Windrädern nach ihrer Betriebszeit?

Die durchschnittliche Lebensdauer eines Windrads beträgt bis zu 30 Jahre. Danach gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Repowering – Alte Anlagen werden durch modernere, leistungsfähigere und leisere Windräder ersetzt. Dadurch kann mit weniger Anlagen mehr Strom erzeugt werden.
  2. Rückbau – Die Windkraftanlage wird vollständig entfernt, und die betroffenen Flächen werden renaturiert.

Betreiber sind gesetzlich verpflichtet, Rücklagen für den Rückbau zu bilden. Dadurch wird sichergestellt, dass alte Anlagen nicht ungenutzt stehen bleiben.

Die meisten Bestandteile einer Windkraftanlage, wie der Stahlmast oder der Generator, können recycelt werden. 

Die Rotorblätter von Windkraftanlagen bestehen aus glasfaserverstärktem Epoxidharz und Kohlenstofffasern. Am Ende ihrer langen Einsatzzeit werden sie nach den gesetzlichen Vorgaben in einem Recyclingprozess aufbereitet. Dabei werden die Rotorblätter geschreddert und als Zusatzstoff in der Zementindustrie weiterverwendet (faserverstärkter Beton). Auch eine thermische Verwertung ist möglich.

Die Branche arbeitet kontinuierlich an neuen Lösungen, um das Recycling weiter zu verbessern und die Nachhaltigkeit von Windkraftanlagen weiter zu erhöhen.

Ihr Ansprechpartner für das Projekt

Philipp Schmöllerl

Projektleiter Windpark Leobendorf-Harmannsdorf

Email: ps@imwind.at

Christoph Bruny

Leiter Projektentwicklung

Email: cbr@imwind.at